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Filmscreening: Eine eiserne Kassette - An iron cassette

  • Filmforum Bregenz at Metrokino 25 Rheinstrasse Bregenz, Vorarlberg, 6900 Austria (map)

Film screening and discussion with the director Nils Olger

A/D 2018, documentary, 102 min | Dt. OV with some English subtitles | Directed, written and produced by: Nils Olger | Camera: Nils Olger, Juri Schaden, Thomas Marshall | Music: Vinzenz Schwab | Sound: Oliver Brunbauer | With: Ingeborg Jürgenssen, Olaf Johann Oskar Jürgenssen, Giorgio Mori, Roberto Oligeri, Carlo Gentile, and others

After the death of his grandfather, director Nils Olger receives the cassette with photo negatives, which the doctor and former SS-Untersturmführer had made as a member of a reconnaissance unit of the infamous 16th Panzer Division "Reichsführer SS". When their former commander Walter Reder returned to Austria in 1985 under scandalous circumstances from his imprisonment in Italy, the unbelievable horror trail of the Nazi murder squad, which is meticulously traced here, was not yet fully known. A film from Austria that should have been made long ago. Now it exists, vividly and precisely. (Stephan Settele)

Nils Olger is a filmmaker and artist living in Vienna. He studied post-conceptual art, new media and social work. He is involved in film, political, editorial and performance collectives. An iron cassette is his first feature-length documentary film.

The screening will be followed by a film discussion with the director Nils Olger and Johannes Spies (erinnern.at).

An event of Filmforum Bregenz in cooperation with the Jewish Museum Hohenems and _erinnern.at_

Watch the trailer here!

Mehr infos www.eiserne-kassette.de 1985 sorgte der österreichische Politiker Friedhelm Frischenschlager für einen Skandal, weil er den früheren SS-Offizier und Kriegsverbrecher Walter Reder in Wien am Flughafen in Empfang nahm, als dieser nach Verbüßung einer langen Haftstrafe in Italien zurückkehrte. Reder war die Schlüsselfigur im Zusammenhang einer Reihe von Massakern, die deutsche Truppen auf dem Rückzug durch Oberitalien im Jahr 1944 an der Zivilbevölkerung verübten. Eines der Mitglieder in den SS-Formation von Reder war Olaf Jürgenssen, der als Sanitäter diente. Nebenbei machte er zahlreiche fotografische Aufnahmen, wovon einzelne Abzüge in einer eisernen Kassette aufbewahrt wurden, deren Negative sein Enkel Nils Olger im Nachlass fand. Der Filmemacher nimmt dieses Familienerbe zum Anlass einer Reise auf den Spuren des Großvaters. Es ist auch eine Reise durch die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs, von Ungarn nach Italien und schließlich zurück nach Österreich, wo Jürgenssen schließlich entnazifiziert wurde, heiratete und eine erfolgreiche Karriere als Arzt begann. Die fotografischen Negative dienen Olger als Anhalts- und Ausgangspunkte, er vergleicht Landschaften und Gebäude damals und heute, und er kommt mit Menschen ins Gespräch, die sich noch an die Geschehnisse erinnern können. Die Fotografien in der eisernen Kassette enthalten eine Suggestion von Distanz, die der nachgeborene Betrachter durch Recherche und Kontemplation aufzubrechen versucht. In einem Videointerview, das Olger kurz vor dessen Tod mit seinem Großvater aufgenommen hat, zeigte sich dieser abwehrend und wollte mit den Verbrechen der Deutschen nichts zu tun gehabt haben. Aus seinem ruhigen und im besten Sinn gedächtnispolitischen Film zieht Nils Olger eine pointierte Schlussfolgerung: “Was werde ich von meinem Großvater in Erinnerung behalten? Negatives.” (Bert Rebhandl) REGIE, BUCH, SCHNITT, PRODUKTION: Nils Olger KAMERA: Juri Schaden, Thomas Marschall, Nils Olger TON: Vinzenz Schwab, Nils Olger, Richard Bruzek MUSIK: Vinzenz Schwab MASTERING: Oliver Brunbauer FARBKORREKTUR: Mario Seidl, Nils Olger MIT: Ingeborg Jürgenssen, Olaf Johann Oskar Jürgenssen, Giorgio Mori, Roberto Oligeri, Carlo Gentile, Celso Battaglia, Eliseo Federici, Egidia Giuntoni, Andrea Quartieri, Friedhelm Frischenschlager